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Tipps zu Waldflächen

 

Wenn Sie sich um ein Waldgrundstück bemühen, weil sie eine Investition suchen oder es zum Hobby nutzen möchten, 

dann sind ein paar wesentliche Rahmenbedingungen um Waldflächen zu beachten.

   
Der Wald als Holzlieferant

Möchten Sie Ihren Holzbedarf aus dem Waldbesitz decken, dann sollten Sie darauf achten, dass die Holzentnahme dem natürlichen Nachwachsvolumen entspricht, damit Ihr Wald dauerhaft werthaltig bleibt.

Als Richtwert für die Entnahmemenge gelten 6-8 Festmeter auf einer Fläche von 10.000 qm jährlich. Dies hängt natürlich stark von den Holzarten mit unterschiedlichem Wachstumspotential und den örtlichen Bedingungen ab. Möchten Sie in der Sache sicher gehen, empfiehlt sich die Befragung des zuständigen Förster, der Ihnen zu Erntemengen sicher gerne weiter hilft.

    

 Holzernergie - nachwachsend und ergiebig

Die Bewirtschaftung

Während Sie bei der Anlage von Forst-Kulturen viele Gestaltungsmöglichkeiten haben und deren Aufbau nicht nur Freude macht sondern durch die Arbeit im Wald noch Ihre Gesundheit erhalten hilft, setzt die Holzbearbeitung umfangreiche Kenntnisse voraus.

Baumfällarbeiten, Holzspaltung und die Aufbereitung birgt erhebliche Unfallgefahren und so ist es kein Wunder, dass hierfür zwischenzeitlich Lehrgänge und Prüfungen Pflicht sind. Wer sich dem nicht unterwerfen will, der ist gut beraten, wenn er sich den Leistungen spezialisierter Firmen bedient, die im Forst Zuhause sind. Nach Fällung und Rückung zur Waldkante bleiben genügend Arbeiten um das Holz in seinen Verbrauchszustand zu versetzen.

Dabei hat die Technik auch in der Waldbewirtschaftung Einzug gehalten. Die Leistungen von "Harvester & Co" sind bewährt und entbinden den Waldbesitzer von hohem Arbeitsaufwand. Allerdings rechnen sich die Std.-Sätzen um 200,- EUR erst ab einem Holzeinschlag von ca. 30 fm. So verbleibt in Bewirtschaftungsfragen auch Beratung einzuholen, damit der Waldbesitz ein entspanntes Engagement bleibt.

 

 Ein solcher Holz-Polter bleibt Profi-Sache

   
Die Waldfläche zur Bebauung

Grundsätzlich gilt, dass in keiner Waldfläche eine Bebauung möglich ist. Lediglich die Errichtung von Holzhütten ist bis zu einem bestimmten Volumen (in der Regel um 30 m3) oder die Errichtung von Wirtschaftsgebäuden nach §35 BauGB möglich. Alle diesbezüglichen Vorschriften sind jedoch Sache der Länder und daher sollten Sie sich mit den entsprechenden Länderbestimmungen vertraut machen.

Absolute Einschränkungen, teilweise auch in der Fortbewirtschaftung, gelten für Naturschutzgebiete und von der EU zertifizierte FFH-Gebiete. Daher ist es wichtig, dass Sie diese Bestimmungen vor dem Kauf ebenfalls erkunden.

Haben Sie das Angebot einer Waldfläche mit einem vorhandenen Gebäude, auch etwa nur einen Holzschuppen, sollten Sie in Erfahrung bringen ob dieser Bau einen Bestandsschutz besitzt. Ist dies nicht der Fall, kann es passieren, dass Ihnen gar der Abriss nach dem Kauf auferlegt wird.

 Bebauung im Wald ist nur selten möglich

   
Verpachtung von Waldflächen zur Jagd

Wer im Hinterkopf an eine Verpachtung seines Waldes zur Wildbewirtschaftung und damit an den Jäger denkt, der sollte wissen, das dies erst ab Flächen von 75 ha möglich ist. Auch ab dieser Flächengröße bedarf es einer Genehmigung und Definition zum Eigenjagdbezirk, der von der unteren Jagdbehörde des betreffenden Landkreises einzuholen ist. 

Wer kleinere Flächen erwerben will, der sollte sich zuvor darüber informieren zu welchem GJB (gemeinschaftlichen Jagdbezirk) die Fläche gehört. Dies erfahren Sie schnell über die untere Jagdbehörde des Landkreises. Ist die Fläche bereits zugeordnet, werden Sie als Eigentümer automatisch Mitglied der örtlichen Jagdgenossenschaft und sind mit Ihrer Fläche am jährlichen Jagdpachtzins der Jagdgenossenschaft  beteiligt.

 

 

 Jagdrecht nur auf Eigenjagdflächen oder im GJB

Verkehrssicherungspflicht

Werden Sie Eigentümer einer Land- od. Forstfläche, dann übernehmen Sie auch die Verkehrssicherungspflicht. Daraus ergibt sich eine begrenzte Haftung aus der Begehung der Fläche, die in den meisten Fällen jedem Bürger möglich ist. Neben der Beachtung bei waldbaulicher Massnahmen ist die Abdeckung von Haftungen durch eine entsprechende Versicherung zu empfehlen.

 
    

Für alle Nutzungskonzepte gilt, dass sie stark von örtlichen Bedingungen, dem unmittelbaren Umfeld und nicht zuletzt von Genehmigungsverfahren abhängen. Investitionssicherung ist also nur erreichbar, wenn im Vorfeld die Rahmenbedingungen geklärt werden. Dazu bieten wir Ihnen objektbezogene Beratungsleistungen aus unserem 

 Forst-Management

 

 

Nova Land & Forst

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